In einer Werkstatt gehen täglich Dutzende ähnlicher Geräte ein und aus: gleiches Modell, gleiche Farbe, manchmal sogar dieselbe Hülle. Mit Sicherheit zu wissen, welches welches ist, ist kein Luxus, sondern verhindert das klassische „Das ist nicht mein Handy". Der zuverlässigste Weg, ein Gerät zu identifizieren, ist seine IMEI, und sie bei jeder Reparatur und jedem Verkauf zu erfassen sollte so selbstverständlich sein wie den Namen des Kunden zu notieren.
1. Was die IMEI genau ist
Die IMEI (International Mobile Equipment Identity) ist eine 15-stellige Nummer, die für jedes Handy einzigartig ist. Sie hängt weder von der SIM-Karte noch von der Rufnummer ab: Sie identifiziert das Gerät selbst. Selbst wenn du Anbieter oder SIM wechselst, bleibt die IMEI das ganze Geräteleben lang dieselbe.
Sie zu bekommen ist sehr einfach, und du hast immer mehrere Wege:
- Durch Wählen von *#06# auf der Tastatur des Telefons: Sie erscheint sofort auf dem Bildschirm.
- In den Einstellungen des Geräts, unter „Informationen" oder „Über das Telefon".
- Auf der Verpackung oder dem inneren Aufkleber (unter dem Akku oder bei manchen Modellen auf dem SIM-Schlitten).
Achtung: Dual-SIM-Handys haben zwei IMEIs. Für die Rückverfolgbarkeit reicht die erste, aber es ist gut, das zu wissen, damit du dich nicht vertust, wenn der Kunde dir eine zeigt und du die andere notiert hattest.
2. Warum bei jeder Reparatur erfassen
Die IMEI zu notieren dauert zehn Sekunden und löst Probleme, die ohne sie zum Wort des Kunden gegen deins werden. Das sind die schlagenden Argumente:
Geräteverwechslungen vermeiden
Wenn am selben Tag drei schwarze iPhones hereinkommen, ist die IMEI das Einzige, das dir garantiert, jedem Kunden genau sein Telefon auszuhändigen. Ein Etikett mit Marke und Farbe reicht nicht, wenn alle gleich aussehen.
Garantie korrekt angewandt
Wenn ein Kunde zurückkommt und sagt, „das von dir eingebaute Display geht kaputt", bestätigt die IMEI sofort, ob dieses Gerät wirklich durch deine Werkstatt ging, was du gemacht hast und wann. Ohne diese Angabe ist es eine Debatte ohne Beweise, eine Garantie abzuwehren oder anzuerkennen.
Schutz vor Betrug und Reklamationen
Die IMEI hält fest, welches Gerät du genau erhalten hast und in welchem Zustand. Wenn jemand versucht, dir ein Gerät gegen ein anderes auszutauschen oder für ein Gerät zu reklamieren, das du nie angefasst hast, entkräftet dein Eintrag das. Sie erlaubt auch zu prüfen, ob ein Handy als gestohlen oder gesperrt gilt, bevor du einen Ankauf oder eine Reparatur annimmst.
Versicherungen, Gutachten und Rückverfolgbarkeit
Bei versicherungsgedeckten Reparaturen oder Gutachten wird fast immer die IMEI des bearbeiteten Geräts verlangt. Sie auf jedem Auftrag zu haben macht die Beantwortung solcher Anfragen zur Sache von Sekunden, statt im Papier zu wühlen.
| Situation | Ohne erfasste IMEI | Mit erfasster IMEI |
|---|---|---|
| Zwei identische Handys in der Werkstatt | Risiko, das falsche auszugeben | Sichere Identifikation |
| Garantiereklamation | „Dein Wort gegen seins" | Nachprüfbare Gerätehistorie |
| Verdacht auf gestohlenes Gerät | Du kannst es nicht prüfen | Du prüfst vor der Annahme |
| Versicherungsmeldung | Du suchst die Angabe später | Sie steht schon auf dem Auftrag |
3. Wie TekPair sie speichert
In TekPair ist die IMEI kein verlorenes Feld: Sie begleitet das Gerät von der Annahme bis zur Übergabe. Beim Anlegen einer Reparatur oder eines Geräteverkaufs erfasst du die IMEI auf seinem Datenblatt, und sie bleibt dauerhaft mit diesem Auftrag verknüpft.
- Auf dem Reparaturauftrag: Die IMEI steht neben Modell, Kunde und Fehlerdetails und bildet die Gerätehistorie.
- Beim Geräteverkauf: Du speicherst die IMEI des verkauften Geräts für künftige Garantien oder Reklamationen.
- Auf Rechnung und Beleg: Die IMEI wird gedruckt, sodass der Kunde schriftlich mitnimmt, welches Gerät genau repariert oder gekauft wurde.
TekPair bewahrt die IMEI auf jedem Reparatur- und Verkaufsauftrag auf und zeigt sie auf Rechnung und Beleg. So holst du, wenn ein Kunde wiederkommt, seine gesamte Historie über die Gerätesuche zurück. Kostenlos testen →
4. Bewährte Praxis am Tresen
Die IMEI-Erfassung zur Routine zu machen, ist das, was den Unterschied macht. Ein paar einfache Gewohnheiten:
- Erfasse die IMEI bei der Annahme des Geräts, nicht am Tagesende.
- Prüfe die Übereinstimmung durch Wählen von *#06# vor dem Kunden bei Zweifeln.
- Wenn das Telefon nicht angeht, finde die IMEI auf dem SIM-Schlitten oder der Verpackung.
- Bei Dual-SIM-Handys speichere mindestens die erste IMEI.
- Prüfe gebrauchte Geräte, bevor du sie zur Reparatur oder zum Ankauf annimmst.
Mit dieser Disziplin ist jedes Gerät, das durch deine Werkstatt geht, einwandfrei identifiziert und belegt. Das ist keine Bürokratie: Es ist der Beweis, der dir recht gibt, wenn nötig, und das Vertrauen, das der Kunde spürt.
Häufige Fragen
Ist das Erfassen der IMEI Pflicht?
Was tue ich, wenn das Handy nicht angeht und ich *#06# nicht wählen kann?
Lässt sich mit der IMEI feststellen, ob ein Handy gestohlen ist?
Jedes Gerät, einwandfrei identifiziert
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