Handys reparieren kannst du gut. Rechnungen dagegen sind oft der Teil, den dir niemand beigebracht hat. Gebe ich einen Beleg oder eine Rechnung? Welche Umsatzsteuer kommt auf einen Displaytausch? Und wenn der Kunde ein Unternehmen ist, das die Ausgabe absetzen will? Die Zweifel auszuräumen ist nicht schwer, sobald du die Grundregeln kennst, und ein großer Teil der Arbeit lässt sich automatisieren.
Dieser Leitfaden geht direkt auf das, was am Tresen zählt. Ein Hinweis vorab: Rechnungs- und Umsatzsteuerregeln unterscheiden sich von Land zu Land. Wir nehmen hier Spanien als Beispiel, aber die Grundprinzipien ähneln sich fast überall; prüfe die Details immer mit den lokalen Vorschriften oder deinem Steuerberater.
1. Beleg oder Rechnung: wann was
Der praktische Unterschied ist einfach. Der Beleg (oder die Kleinbetragrechnung) ist der Nachweis, den du einem Privatkunden bei einem kleinen Verkauf standardmäßig gibst. Die vollständige Rechnung ist ein Dokument mit allen Steuerdaten des Kunden, nötig, wenn dieser die Ausgabe belegen oder die Vorsteuer abziehen muss.
Als Faustregel solltest du eine vollständige Rechnung ausstellen, wenn:
- Der Kunde ein Unternehmen oder Selbstständiger ist und sie für seine Buchhaltung verlangt.
- Ein Privatkunde sie ausdrücklich anfordert, auch bei einer kleinen Reparatur.
- Der Betrag die Grenze überschreitet, die dein Land für die Kleinbetragrechnung setzt.
| Situation | Was ausgeben |
|---|---|
| Privatkunde, kleine Reparatur | Beleg / Kleinbetragrechnung |
| Privatkunde, der eine Rechnung will | Vollständige Rechnung mit seinen Daten |
| Unternehmen oder Selbstständiger | Vollständige Rechnung (mit Steuernummer) |
| Hoher Betrag | Vollständige Rechnung, auch für Privatkunden |
Achte auf das Land: Der Betrag, ab dem die Kleinbetragrechnung nicht mehr gilt, ändert sich je nach Gebiet, ebenso die Aufzeichnungspflichten. Egal wo du bist: Bewahre immer einen Nachweis über jede Einnahme auf, und sei es nur der Beleg.
2. Welche Angaben eine Rechnung braucht
Eine vollständige Rechnung ist kein beliebiger Zettel: Damit sie steuerlich gilt, braucht sie eine Reihe von Pflichtangaben. Fehlt eine, taugt sie nicht mehr für den Vorsteuerabzug. Das sind die üblichen:
- Rechnungsnummer und gegebenenfalls Serie
- Ausstellungsdatum (und Leistungsdatum, falls abweichend)
- Deine Daten: Name oder Firma, Anschrift und Steuernummer
- Die Daten des Kunden, inklusive Steuernummer, wenn Unternehmen oder Selbstständiger
- Beschreibung der Reparatur: Arbeit und Ersatzteile
- Nettobetrag, angewandter Umsatzsteuersatz und Steuerbetrag
- Zu zahlender Gesamtbetrag
Die Beschreibung ist die Schwachstelle vieler Werkstätten. « Reparatur » allein reicht nicht. Beschreibe die Leistung („Displaytausch, Modell X" oder „Akkuwechsel") und trenne bei Bedarf Ersatzteile von der Arbeit. Je klarer, desto weniger Rückfragen später.
3. Umsatzsteuer auf Reparaturen
Steuerlich ist eine Handy-Reparatur eine Dienstleistung. In den meisten Ländern bedeutet das, den geltenden regulären Umsatzsteuersatz auf den Gesamtbetrag der Reparatur anzuwenden, Arbeit und Ersatzteile inbegriffen, wenn sie zusammen als eine Leistung abgerechnet werden.
Einige Punkte zum Klarstellen:
- Ersatzteile und Arbeit zusammen: Lieferst du eine komplette Reparatur, gilt üblicherweise ein einheitlicher Umsatzsteuersatz für das Ganze, nicht einer fürs Teil und einer für die Arbeit.
- Verkauf von Zubehör: Verkaufst du auch Hüllen, Ladegeräte oder Handys, ist das eine Warenlieferung mit eigenen Umsatzsteuerregeln, die mit denen der Leistung übereinstimmen können oder nicht.
- Preis mit oder ohne Umsatzsteuer: Entscheide, ob deine Ladenpreise die Steuer bereits enthalten (üblich für Privatkunden) oder ob du sie draufschlägst, und bleib auf dem Beleg konsequent.
Ein allgemeines Prinzip, kein Dogma: Der genaue Satz und die Sonderfälle (Befreiungen, ermäßigte Sätze, Auslandsgeschäfte) hängen von deinem Land ab. Wenn du mit Kunden im Ausland arbeitest oder bei einem konkreten Fall unsicher bist, frage vor dem Ausstellen deinen Steuerberater.
4. Kleinbetragrechnung oder vollständige Rechnung
Die Kleinbetragrechnung (der „gültige Beleg") ist schneller, weil sie nicht alle Kundendaten verlangt. Perfekt für den Alltag am Tresen mit Privatkunden. Die vollständige Rechnung trägt die Steuernummer des Kunden und ermöglicht ihm den Vorsteuerabzug.
Ein bequemer Ablauf für die Werkstatt ist dieser: Stelle bei jeder Einnahme immer einen Nachweis aus (den Beleg) und verwandle ihn auf Wunsch des Kunden in eine vollständige Rechnung, indem du seine Steuerdaten ergänzt. So bremst du die Schlange nicht aus und niemand geht ohne Beleg.
Wann man die vollständige verlangt
Unternehmen, die das Dienst-Handy reparieren lassen, Selbstständige und Privatkunden, die eine teure Reparatur belegen wollen (für Versicherung, Garantie eines Dritten usw.). Sie in zwei Klicks parat zu haben, verhindert, dass der Kunde an einem anderen Tag „wegen der Rechnung" wiederkommt.
5. Nummerierung und Aufbewahrung
Zwei Anforderungen, die oft unbemerkt bleiben, bis eine Prüfung kommt:
- Fortlaufende Nummerierung: Rechnungen müssen der Reihe nach nummeriert sein, ohne Lücken oder Dubletten innerhalb jeder Serie. Du kannst getrennte Serien führen (etwa eine für den Laden und eine für Reparaturen), aber jede muss durchgehend sein.
- Aufbewahrung: Fast alle Länder verlangen, ausgestellte und erhaltene Rechnungen mehrere Jahre aufzubewahren (oft zwischen 4 und 10). Sie digital mit Backup zu speichern, ist am bequemsten und sichersten.
Das von Hand zu machen, mit Block oder Tabelle, ist der Ort der klassischen Fehler: doppelte Nummern, Lücken in der Serie oder verlorene Rechnungen. Genau die Art Aufgabe, die man an die Software abgeben sollte.
Demnächst: In mehreren Ländern werden die elektronische Rechnung und zertifizierte Aufzeichnungssysteme (wie Verifactu oder TicketBAI in Spanien) verpflichtend. TekPair arbeitet daran, diese Systeme demnächst zu unterstützen; halte deine Rechnungen bis dahin nummeriert und digital aufbewahrt.
6. Wie TekPair das automatisiert
Der Vorteil, die Werkstatt mit Software zu führen, ist, dass die Rechnung fast von selbst aus der Reparatur entsteht. In TekPair ist der Ablauf direkt:
- Von der Reparatur zur Rechnung: Mit den bereits erfassten Gerätedaten, Ersatzteilen und Arbeit entsteht die Rechnung, ohne noch einmal zu tippen.
- Automatische Nummerierung: Jede Rechnung erhält ihre fortlaufende Nummer, ohne Lücken oder Dubletten.
- Umsatzsteuer berechnet: Die Steuer wird automatisch auf den Nettobetrag angewandt und ausgewiesen, nach dem Satz, den du einstellst.
- Unternehmensdaten: Ist der Kunde Unternehmen oder Selbstständiger, erfasst die Rechnung seine Steuernummer für den Vorsteuerabzug.
- Alles in der Cloud gespeichert: Deine Rechnungen bleiben aufbewahrt und gesichert, bereit zum Nachschlagen oder Exportieren, wann immer du sie brauchst.
TekPair macht aus jeder Reparatur oder jedem Verkauf in ein paar Klicks eine Rechnung oder einen Beleg, mit ausgewiesener Umsatzsteuer und aktueller Nummerierung. Kostenlos testen →
Häufige Fragen
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